Studien aus dem Dessous-Handel schätzen seit Jahren, dass ein großer Teil aller Frauen den falschen BH trägt – meist mit zu großem Bügelumfang und zu kleinem Cup. Der Grund ist selten mangelndes Interesse, sondern Unkenntnis darüber, wie eine BH-Größe überhaupt zustande kommt. Wer die Logik dahinter versteht, findet schneller die passende Größe.
Aus welchen zwei Werten eine BH-Größe besteht
Eine BH-Größe wie „75C" besteht aus zwei voneinander unabhängigen Bestandteilen:
- Die Zahl (Unterbrustweite): Sie gibt den Umfang direkt unter der Brust in Zentimetern an und bestimmt die Weite des Bügelbandes. Gängige Werte sind 65, 70, 75, 80, 85 und so weiter, in Fünfer-Schritten.
- Der Buchstabe (Cup): Er beschreibt das Volumen der Brust und ergibt sich aus der Differenz zwischen Oberweite und Unterbrustweite.
Entscheidend ist: Der Cup ist relativ. Ein C-Cup bei Unterbrustweite 70 hat ein anderes absolutes Volumen als ein C-Cup bei Unterbrustweite 85. Cup und Unterbrustweite gehören also immer zusammen.
So wird gemessen
Für eine korrekte Größe brauchst du nur ein Maßband und zwei Messungen:
- Unterbrustweite: Lege das Maßband direkt unter der Brust eng, aber nicht einschnürend um den Brustkorb. Atme normal.
- Oberweite: Miss waagerecht über der vollsten Stelle der Brust, ohne das Gewebe zusammenzudrücken. Am besten in einem leicht sitzenden BH ohne Push-up.
Aus diesen beiden Zentimeterwerten lässt sich die Größe ableiten. Genau das übernimmt der BH Größen Rechner: Du trägst Unterbrust- und Oberweite ein und erhältst direkt die passende Bügelweite und den Cup, ohne selbst mit Differenztabellen hantieren zu müssen.
Wie der Cup berechnet wird
Der Cup ergibt sich aus der Differenz zwischen Oberweite und Unterbrustweite. Als grobe Orientierung gilt:
- ca. 12–14 cm Differenz → Cup A
- ca. 14–16 cm → Cup B
- ca. 16–18 cm → Cup C
- ca. 18–20 cm → Cup D
- ca. 20–22 cm → Cup E (Doppel-D)
Diese Stufen sind Näherungswerte. Die Unterbrustweite selbst entsteht, indem der gemessene Umfang auf den nächsten Fünfer-Wert gerundet wird – aus 73 cm wird also Bügelweite 75.
Warum so viele die falsche Größe tragen
Der häufigste Fehler: zu große Bügelweite, zu kleiner Cup. Das Band rutscht hoch und stützt nicht mehr, der Cup quetscht. Die richtige Stütze kommt zu rund 80 % vom Bügelband, nicht von den Trägern. Sitzt das Band waagerecht und fest am Rücken, ohne einzuschneiden, stimmt die Unterbrustweite meist.
Ein weiterer Punkt: BH-Größen sind, ähnlich wie Kleidergrößen, nicht international genormt. Britische, US-amerikanische und französische Systeme verwenden teils andere Cup-Buchstaben für dasselbe Volumen. Wer im Ausland bestellt, sollte das im Blick behalten – ähnlich wie beim Umrechnen von Kleidergrößen zwischen EU, UK und US.
Größe regelmäßig prüfen
Der Körper verändert sich – durch Gewichtsschwankungen, Sport, Schwangerschaft oder schlicht das Alter. Eine BH-Größe, die vor drei Jahren passte, muss heute nicht mehr stimmen. Es lohnt sich, gelegentlich neu zu messen, statt aus Gewohnheit immer dieselbe Zahl zu kaufen.
Fazit
Eine BH-Größe ist kein Mysterium, sondern das Ergebnis zweier einfacher Messungen: Unterbrustweite für das Band, die Differenz zur Oberweite für den Cup. Wer das versteht und sauber misst, findet deutlich schneller einen wirklich gut sitzenden BH. Den schnellsten Weg zur Größe bietet der BH Größen Rechner – weitere praktische Helfer warten in den kotsch.tech Webtools.