"128 GB, das reicht doch ewig" – diesen Satz hat fast jeder schon gesagt und sich später gewundert, wie schnell der Speicher voll war. Wie viele Fotos tatsächlich auf eine Speicherkarte, ein Smartphone oder eine Festplatte passen, hängt von erstaunlich vielen Faktoren ab. Dieser Ratgeber erklärt, was die Dateigröße eines Fotos bestimmt und wie du den Bedarf realistisch abschätzt, bevor die nächste Reise oder die Hochzeit ansteht.
Was die Dateigröße eines Fotos bestimmt
Drei Größen entscheiden über den Speicherbedarf eines Bildes:
- Auflösung in Megapixeln: Ein 12-Megapixel-Foto hat 12 Millionen Bildpunkte, ein 48-Megapixel-Foto viermal so viele. Mehr Pixel bedeuten mehr Daten.
- Dateiformat und Komprimierung: JPEG und HEIC komprimieren stark, RAW speichert dagegen alle Sensordaten nahezu unkomprimiert.
- Bildinhalt: Ein detailreiches Bild mit viel Struktur (Laub, Sand, Menschenmenge) lässt sich schlechter komprimieren als eine glatte blaue Himmelsfläche und wird dadurch größer.
Deshalb gibt es keine eine feste Antwort. Mit dem Fotospeicher Rechner wählst du Speichergröße und durchschnittliche Dateigröße pro Foto und siehst sofort, wie viele Bilder Platz finden. Das ist deutlich verlässlicher als grobe Daumenwerte.
Typische Dateigrößen im Überblick
Als grobe Orientierung kannst du mit diesen Durchschnittswerten rechnen:
- JPEG vom Smartphone (12 MP): etwa 3 bis 5 MB pro Foto.
- HEIC vom iPhone (12 MP): etwa 1,5 bis 3 MB, da effizienter komprimiert.
- JPEG aus einer Systemkamera (24 MP): etwa 8 bis 12 MB.
- RAW aus einer Systemkamera (24 MP): etwa 25 bis 50 MB pro Datei.
Der Unterschied ist gewaltig: Auf eine 128-GB-Karte passen rund 30.000 komprimierte HEIC-Fotos, aber nur etwa 3.000 bis 4.000 RAW-Dateien. Wer ernsthaft fotografiert, plant den Speicher also völlig anders als jemand, der nur Schnappschüsse macht.
JPEG, HEIC oder RAW – was solltest du nutzen?
JPEG ist der universelle Standard: überall kompatibel, klein, gut genug für die meisten Zwecke. HEIC liefert bei ähnlicher Qualität deutlich kleinere Dateien, ist aber nicht überall lesbar. RAW ist die Wahl für ambitionierte Fotografie, weil es maximale Reserven bei der Bearbeitung lässt, kostet dafür aber ein Vielfaches an Speicher. Wer beides will, kann oft RAW und JPEG gleichzeitig speichern, sollte dann aber den doppelten Bedarf einplanen.
Brutto ist nicht netto
Eine als "128 GB" verkaufte Karte bietet nutzbar oft nur rund 119 GB, weil Hersteller mit 1.000er-Schritten rechnen, das Betriebssystem aber mit 1.024er-Schritten. Dazu kommen Dateisystem-Overhead und reservierter Speicher. Kalkuliere daher immer einen Puffer von etwa 10 Prozent ein, statt das Maximum auszureizen.
Wenn du Bilder zusätzlich sichern willst, hilft dir der Backup Speicher Rechner, den Bedarf für regelmäßige Sicherungen samt Wachstum zu planen. Weitere Speicher- und Alltagshelfer findest du in den Webtools.
Häufige Fragen
Wie viele Fotos passen auf 128 GB?
Das hängt vom Format ab: Bei rund 3 MB pro JPEG sind es etwa 40.000 Bilder, bei 40 MB pro RAW nur rund 3.000. Rechne mit deiner tatsächlichen durchschnittlichen Dateigröße statt mit Pauschalwerten.
Macht mehr Megapixel größere Dateien?
Ja, in der Tendenz schon, da mehr Bildpunkte gespeichert werden müssen. Bei stark komprimierten Formaten fällt der Zuwachs aber kleiner aus als bei RAW, wo jeder Pixel voll erhalten bleibt.
Warum sind manche Fotos viel größer als andere?
Detailreiche Motive lassen sich schlechter komprimieren als gleichförmige Flächen. Ein Foto vom Wald wird daher meist größer als ein Foto einer weißen Wand bei gleicher Auflösung.
Wie plane ich den Speicher für eine Reise?
Schätze, wie viele Fotos du pro Tag machst, multipliziere mit der Reisedauer und der durchschnittlichen Dateigröße. Der Fotospeicher Rechner nimmt dir diese Multiplikation ab und zeigt, ob deine Karte reicht.