Wie sicher ist eine PIN? Kombinationen und Knack-Wahrscheinlichkeit

Eine PIN sichert dein Smartphone, deine Bankkarte und viele Apps. Doch wie sicher ist eine vierstellige Zahl wirklich? Die Antwort steckt in der Kombinatorik – und sie hängt stark davon ab, wie oft ein Angreifer überhaupt raten darf. Dieser Artikel zeigt, wie du die Sicherheit einer PIN ganz konkret in Zahlen ausdrücken kannst.

Wie viele Kombinationen hat eine PIN?

Eine PIN besteht aus Ziffern von 0 bis 9, also zehn möglichen Zeichen pro Stelle. Die Zahl der Kombinationen ergibt sich aus:

Daraus folgt: Eine 4-stellige PIN hat 104 = 10.000 mögliche Werte, eine 6-stellige bereits 106 = 1.000.000 und eine 8-stellige 100 Millionen. Jede zusätzliche Stelle verzehnfacht die Sicherheit. Genau diese Kombinationsmenge und die daraus folgende Rate-Wahrscheinlichkeit rechnet dir der PIN Sicherheit Rechner für deine gewünschte Länge sofort aus.

Warum die Versuchssperre entscheidend ist

10.000 Kombinationen klingen wenig – ein Computer würde sie in Sekundenbruchteilen durchprobieren. Was eine PIN trotzdem sicher macht, ist die begrenzte Anzahl an Versuchen. Eine SIM-Karte sperrt nach drei Fehlversuchen und verlangt die PUK. Ein iPhone verlängert die Wartezeit nach jedem Fehlversuch und löscht sich optional nach zehn.

Bei drei erlaubten Versuchen ist die Wahrscheinlichkeit, eine zufällige 4-stellige PIN zu erraten, nur 3 von 10.000 – also 0,03 %. Die Sicherheit kommt hier nicht aus der schieren Kombinationsmenge, sondern aus der Kombination von Kombinationsmenge und Versuchslimit:

Der größte Feind: vorhersehbare PINs

Die Mathematik gilt nur für zufällige PINs. In der Realität wählen Menschen alles andere als zufällig. Auswertungen geleakter PIN-Datenbanken zeigen immer wieder: Werte wie 1234, 0000, 1111 oder Jahreszahlen wie 1990 machen einen erheblichen Anteil aller PINs aus. Ein Angreifer probiert genau diese zuerst – und braucht dann gar keine 10.000 Versuche.

Vermeide deshalb:

Wann ist eine PIN genug – und wann nicht?

Für Geräte mit harter Versuchssperre (SIM, Bankkarte, Smartphone) ist eine zufällige 4- bis 6-stellige PIN ausreichend, weil das Versuchslimit den eigentlichen Schutz liefert. Für alles, was online ohne strikte Sperre erreichbar ist, reicht eine PIN nicht – dort gehören vollwertige Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung hin.

Wie sicher ein echtes Passwort gegen reines Durchprobieren ist, zeigt dir der Passwort Brute-Force-Zeit Rechner. Weitere kostenlose Sicherheits- und Rechen-Tools findest du in den kotsch.tech Webtools.

Das Wichtigste in Kürze

Berechne Kombinationen und Knack-Wahrscheinlichkeit deiner PIN direkt mit dem PIN Sicherheit Rechner und finde heraus, wie viel Schutz dein Code wirklich bietet.