Spritkosten zweier Autos vergleichen: Welches fährt günstiger?

Beim Autokauf starren die meisten auf den Anschaffungspreis. Über die Haltedauer entscheiden aber oft die laufenden Kosten darüber, welches Fahrzeug am Ende günstiger ist – und der größte variable Posten ist der Sprit. Ein Auto, das auf dem Papier ein paar tausend Euro günstiger ist, kann diesen Vorteil über die Jahre durch höheren Verbrauch komplett aufzehren. Ein nüchterner Spritkostenvergleich lohnt sich deshalb vor jeder Kaufentscheidung.

Die drei Größen, die zählen

Die jährlichen Spritkosten eines Autos hängen von genau drei Faktoren ab:

Die Formel ist simpel: Jahreskilometer geteilt durch 100, mal Verbrauch, mal Preis. Sobald du das für zwei Fahrzeuge nebeneinanderlegst, wird der Unterschied greifbar. Genau das macht der Spritkosten-Vergleich zweier Autos: Du trägst Verbrauch und Spritpreis beider Fahrzeuge sowie deine Fahrleistung ein und siehst sofort die jährlichen Kosten beider Autos und welches günstiger fährt.

Worauf du beim Verbrauch achten solltest

Der entscheidende Punkt: Nimm realistische Werte. Die offiziellen WLTP-Angaben der Hersteller sind im Alltag oft optimistisch. Wer überwiegend Stadt fährt, kurze Strecken zurücklegt oder zügig unterwegs ist, verbraucht spürbar mehr als im Normzyklus. Realistischer ist der Verbrauch aus echten Fahrerportalen oder – wenn du das Auto schon hast – aus dem Bordcomputer über mehrere Tankfüllungen.

Auch der Kraftstofftyp macht einen Unterschied: Diesel ist pro Liter oft günstiger und sparsamer im Verbrauch, dafür fallen höhere Fixkosten wie Steuer an. Beim Vergleich Benziner gegen Diesel gehört deshalb mehr als nur der Sprit in die Rechnung.

Ein Rechenbeispiel

Auto A verbraucht 7,5 Liter Benzin auf 100 km, Auto B nur 5,5 Liter. Bei einem Spritpreis von 1,80 Euro und 15.000 Jahreskilometern ergibt das:

Die Differenz von 540 Euro pro Jahr summiert sich über zehn Jahre auf 5.400 Euro – eine Summe, die einen höheren Anschaffungspreis schnell rechtfertigen kann. Genau diese Hochrechnung nimmt dir das Tool ab.

Spritkosten sind nur ein Teil der Wahrheit

Ein fairer Gesamtvergleich umfasst neben dem Sprit auch Versicherung, Steuer, Wartung und Wertverlust. Den reinen Verbrauchswert für ein einzelnes Fahrzeug ermittelst du mit dem Verbrauch-pro-100km-Rechner, und die Kosten einer konkreten Strecke berechnest du mit dem Fahrtkosten Rechner. Wer den Umstieg auf ein Elektroauto erwägt, sollte zusätzlich die Stromkosten gegenrechnen. Eine ganze Reihe passender Auto- und Finanzrechner findest du in den Webtools.

Denk außerdem daran, dass Spritpreise schwanken. Rechne den Vergleich ruhig einmal mit einem optimistischen und einmal mit einem pessimistischen Preis durch – so siehst du, wie robust dein Ergebnis gegenüber Preissteigerungen ist.

Häufige Fragen

Welchen Verbrauchswert sollte ich eingeben?

Am besten einen realistischen Alltagswert, nicht den WLTP-Normverbrauch. Wenn du das Auto besitzt, nutze den Durchschnitt aus mehreren Tankfüllungen. Bei einem geplanten Kauf helfen Erfahrungswerte aus Fahrerportalen weiter.

Kann ich auch Benziner gegen Elektroauto vergleichen?

Grundsätzlich ja, indem du beim E-Auto den Stromverbrauch in kWh pro 100 km und den Strompreis statt des Spritpreises einsetzt. Beachte aber, dass Lade- und Steuerkonditionen abweichen und ein vollständiger Vergleich auch diese Posten einbeziehen sollte.

Warum weicht meine reale Spritrechnung vom Ergebnis ab?

Weil der tatsächliche Verbrauch von Fahrstil, Strecke, Beladung und Jahreszeit abhängt und die Spritpreise schwanken. Das Tool liefert eine saubere Hochrechnung auf Basis deiner Eingaben – die Realität pendelt um diesen Wert.