Der Waeschetrockner ist bequem, gilt aber als Stromfresser im Haushalt. Ob das stimmt, haengt stark vom Geraetetyp und der Nutzung ab. Dieser Ratgeber erklaert, wie viel ein Trockner pro Ladung und Jahr kostet, woraus sich der Verbrauch zusammensetzt und mit welchen Massnahmen du die Kosten spuerbar senkst.
So setzen sich die Kosten zusammen
Die Stromkosten eines Trockners haengen von drei Groessen ab: dem Energieverbrauch pro Ladung in Kilowattstunden (kWh), der Anzahl der Trockengaenge und dem Strompreis pro kWh. Die Formel ist einfach:
- Kosten pro Ladung = Verbrauch in kWh × Strompreis
- Jahreskosten = Kosten pro Ladung × Ladungen pro Woche × 52
Beispiel: Ein Waermepumpentrockner verbraucht rund 1,5 kWh pro Ladung. Bei einem Strompreis von 0,35 Euro je kWh kostet ein Durchgang etwa 0,53 Euro. Bei drei Ladungen pro Woche sind das im Jahr rund 82 Euro. Genau diese Rechnung nimmt dir der Trockner Kosten Rechner ab: Du gibst Verbrauch, Haeufigkeit und Strompreis ein und siehst die Kosten pro Ladung sowie hochgerechnet aufs Jahr.
Die Trocknertypen im Vergleich
Der grosse Hebel beim Verbrauch ist die Technologie. Drei Typen sind verbreitet:
- Waermepumpentrockner: die sparsamste Variante mit etwa 1,5 bis 2,5 kWh pro Ladung. Hoehere Anschaffung, dafuer deutlich niedrigere Betriebskosten.
- Kondenstrockner: mit rund 3,5 bis 4,5 kWh pro Ladung deutlich durstiger, weil die feuchte Luft ohne Waermerueckgewinnung abgekuehlt wird.
- Ablufttrockner: aehnlich hoher Verbrauch wie der Kondenstrockner, leitet die feuchte Luft ueber einen Schlauch nach aussen.
Ueber die Lebensdauer eines Geraets macht der Unterschied schnell mehrere hundert Euro aus. Ein Waermepumpentrockner kann gegenueber einem alten Kondenstrockner die Haelfte der Stromkosten einsparen, was die hoehere Anschaffung haeufig wieder ausgleicht.
Was den Verbrauch zusaetzlich beeinflusst
Auch bei gleichem Geraet schwankt der Verbrauch je nach Nutzung. Entscheidend ist vor allem die Restfeuchte der Waesche: Je trockener die Waesche aus der Maschine kommt, desto weniger muss der Trockner arbeiten. Eine hohe Schleuderdrehzahl beim Waschen (1400 bis 1600 Umdrehungen) reduziert die Trocknerzeit deutlich. Weiter spielen eine Rolle:
- Beladungsmenge: ein voll, aber nicht ueberladen befuellter Trockner arbeitet am effizientesten.
- Trockenprogramm: "schranktrocken" verbraucht mehr als "buegelfeucht".
- Sauberes Flusensieb und Kondensator: verstopfte Filter erhoehen den Verbrauch spuerbar.
Praktische Spartipps
Am guenstigsten ist die Waesche, die gar nicht in den Trockner muss. An warmen Tagen oder bei guter Belueftung ist die Waescheleine konkurrenzlos sparsam. Wenn du den Trockner nutzt, schleudere vorher kraeftig, befuelle ihn voll und reinige das Flusensieb regelmaessig. Ein guter Stromtarif hilft zusaetzlich.
Wenn du den Ueberblick ueber deine gesamten Stromkosten behalten willst, lohnt der Stromkosten Rechner, mit dem du beliebige Geraete durchrechnest. Ueberlegst du den Wechsel auf sparsamere Technik, hilft der Amortisationsrechner dabei, abzuschaetzen, ab wann sich die Anschaffung lohnt. Weitere Haushaltsrechner findest du unter kotsch.tech/webtools.
Fazit
Ob der Waeschetrockner wirklich ein teurer Stromfresser ist, entscheidet vor allem die Technik: Ein moderner Waermepumpentrockner kostet pro Ladung oft nur halb so viel wie ein aelteres Geraet. Mit gut geschleuderter Waesche, voller Beladung und sauberem Filter holst du das Maximum heraus. Rechne deine konkreten Kosten einmal durch, dann weisst du genau, was jeder Trockengang dich kostet.